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Neueste Blog-Artikel

Die Ozeanversauerung hat die Grenze zum Risiko überschritten

Wenn der Planet bewohnbar bleiben soll, müssen wir die planetarischen Grenzen respektieren. Ein neuer Bericht des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung zeigt, dass sieben von neun Grenzen überschritten sind. Die Versauerung der Ozeane ist nun einer dieser Risikobereiche: Die Ozeane werden immer saurer, was das Leben im Meer bedroht, wodurch wir uns in eine gefährliche Situation begeben, die sich weiter verschlimmert. Dies hat schwerwiegende Folgen auch für das Klima und das gesamte planetare System.
d.haller

Ammoniak, das zweifelhafte Versprechen

Ammoniak enthält keinen Kohlenstoff und wird deshalb für die Dekarbonisierung der Schifffahrtsindustrie als alternativer Treibstoff diskutiert. Doch erstens verursacht auch die Verbrennung von Ammoniak schädliche Emissionen. Und zweitens wäre Ammoniak nur dann zu rund 90 Prozent klimaneutral, falls es aus grünem Wasserstoff hergestellt wird. Doch für dessen Produktion ist die erforderliche Menge Ökostrom nicht so schnell wie nötig verfügbar.
d.haller

Die Odyssee des Ecoliners

Entworfen als modernes Segel-Frachtschiff wurde der Ecoliner in der ersten Hälfte der 2010er-Jahre. Firmen wie die niederländische Fairtransport oder die Sailing Cargo Schifffahrtsbeteiligungs GmbH aus Hamburg versuchten vergeblich, das Schiff zu bauen. Zeitweilig war es sogar als Autotransporter für VW im Gespräch. Nun nutzt Greenpeace das Konzept für ihr neues Flaggschiff und die Firma Veer auf den Bahamas arbeitet am Bau eines Containerschiffs.
d.haller

Atomschiffe werden das Klima nicht retten

Die Schifffahrtsindustrie steht unter Druck. Auch wenn an Land die fortschreitende Klimakrise wenig Priorität geniesst, verteuern auf See Massnahmen wie das Emissionshandelssystem der EU oder deren Treibstoffvorschriften die Emission von Treibhausgasen. Doch stehen dekarbonisierte Treibstoffe nicht in ausreichender Menge zur Verfügung. So gerät die als ziviler Schiffsantrieb nach wenigen Versuchen at acta gelegte Atomtechnik erneut ins Blickfeld.
d.haller

Sicherheit: Der Unterschied zwischen Vorschrift und Praxis

Die von der Internationalen Schifffahrtsorganisation IMO erlassenen Sicherheits-Vorschriften wiegen in gedruckter Form über ein Kilo. Doch auf ein Minimum herunter gesparte Mannschaften sind oft buchstäblich bis zum Umfallen übermüdet. Darunter leiden sowohl der Betrieb als auch die technische Überwachung an Bord. Unentdeckt Defekte können katastrophale Folgen haben. Da nützen noch so detaillierte Vorschriften wenig.
d.haller

Indigenes Wissen für lohnende Klimainvestitionen

Kurz vor Weihnachten 2025 veröffentlichte das Umweltprogramm der UNO (UN Environment Programme UNEP) seinen siebten Bericht, den Global Environment Outlook 7 (GEO–7). Darin hebt die UN-Organisation die Bedeutung von Investitionen in die Umwelt für zukünftige wirtschaftliche Gewinne und nachhaltige Entwicklung hervor. Dafür sei eine grundlegende Transformation notwendig, bei der indigenes Wissen eine entscheidende Rolle spielt.
d.haller

Avontuur – Abenteuer auf vielen Ebenen

Die "Avontuur" (holländisch für "Abenteuer") ist eines der wenigen Schiffe, das bereits heute Fracht unter Segeln transportiert. "Die Avontuur ist in erster Linie als Denkanstoß zu sehen", sagt Kapitän Cornelius Bockermann. "Durch Rückbesinnung auf ein Jahrtausende altes, nachhaltiges, bewährtes Antriebssystem, das Segel, steht sie aber in erster Linie nicht als Symbol für einen notwendigen technologischen Neubeginn, sondern insbesondere für einen notwendigen Sinneswandel in der Gesellschaft."
d.haller

Nur «romantisch» oder Produktivitäts-Kritik?

Zwischen den Segelfrachtern mit traditioneller Technik und den modernen Container-Riesen besteht ein mehr-tausendfacher Effizienz-Unterschied. Doch die anscheinend "veraltete" handwerkliche Technik ist nicht "Romantik" oder Nostalgie geschuldet. Vielmehr enthält sie eine Kritik an der hohen, industriellen Produktivität, die erst durch den Einsatz fossiler Energie – mit entsprechenden Klimafolgen – möglich wird.
d.haller

Zwischen Suffizienz und Kapitalismus

Das System der entfesselten Marktwirtschaft ist von Menschen gemacht. Der Planet ist dagegen begrenzt und die Naturgesetze können wir nicht politisch beeinflussen. Das zwingt uns früher oder später zur Suffizienz: Wir müssen uns innerhalb der vorhandenen Grenzen möglichst gut einrichten. Das wirft Fragen auf – nicht zuletzt zu den Machtverhältnissen. Der in Basel lebende emeritierte Sozialwissenschaftler Isidor Wallimann formulierte einige davon bereits 1995 am Ende eines längeren Artikels.
d.haller

Es geht um mehr als nur die Treibhausgase

Kann die Segelfracht-Bewegung die Seefahrt Klimaneutral machen? Oder sogar das Klimaproblem lösen? Schön wär’s! Doch kann eine Bewegung von ein paar hundert AktivistInnen nicht bewerkstelligen, was mächtige Konzerne verhindern wollen und wo Heerscharen von PolitikerInnen bisher versagt haben. Entscheidend sind deshalb Menschen und die Mobilisierung, um Druck aus der Zivilgesellschaft aufzubauen.
d.haller