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Ozeankrise

Ozeankrise

Nicht nur Korallen, sondern «über die Hälfte der Meeresarten sind in diesem Jahrhundert vom Aussterben bedroht», schreibt die UNO. Und: «Die Menschen können ohne einen gesunden Ozean nicht überleben."

Das vorerst letzte Grenzland

Die Industrialisierung der Weltmeere wird intensiviert. Bedeutend für die Globalisierung waren die Meere immer schon, sei es als Handelsweg oder als Fanggebiet. Der ökonomische Zugriff auf die Ozeane hat sich aber beschleunigt. Die Nord-Süd- und die Klima-Politik hinken diesem Megatrend hinterher.
d.haller

Der Mensch macht zu viel Krach im Meer

Der Unterwasserlärm, den nicht zuletzt motorisierte die Schifffahrt verursacht, verändert die Lebensbedingungen in den Ozeanen in alarmierender Weise, indem er unter anderem die Nahrungsketten negativ beeinflusst. Einer "Koalition von Hochambitionerten" gegen den Krach auf See ist jedoch die Schweiz als bedeutende Seefahrtsnation nicht beigetreten.
d.haller

Die Meere produzieren weniger Sauerstoff

Einer der wichtigsten Sauerstofflieferanten der Erde ist durch die Ozean-Erwärmung bedroht. Es geht um das Bakterium Prochlorococcus, das durch Photosynthese bis zu einem Fünftel des Sauerstoffs herstellt. Gemäss einer Studie im Wissenschaftsjournal «Nature Microbiology» könnte die Prochlorococcus-Menge in den Ozeanen um bis zu 51 Prozent schrumpfen. Das dürfte unter anderem fatale Folgen für die marinen Nahrungsketten haben.
d.haller

Die Ozeanversauerung hat die Grenze zum Risiko überschritten

Wenn der Planet bewohnbar bleiben soll, müssen wir die planetarischen Grenzen respektieren. Ein neuer Bericht des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung zeigt, dass sieben von neun Grenzen überschritten sind. Die Versauerung der Ozeane ist nun einer dieser Risikobereiche: Die Ozeane werden immer saurer, was das Leben im Meer bedroht, wodurch wir uns in eine gefährliche Situation begeben, die sich weiter verschlimmert. Dies hat schwerwiegende Folgen auch für das Klima und das gesamte planetare System.
d.haller