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«Wir befördern ausschliesslich Waren, die unseren Werten in Bezug auf Nachhaltigkeit und Ethik entsprechen, d. h. Waren, die auf faire, ökologische und nachhaltige Weise hergestellt wurden und deren Transport ethisch vertretbar ist», stellt Hawila auf ihrer Website klar. Hawila ist ein Projekt in Dänemark und steht auf zwei Füssen:

  • Der gemeinnützige Verein «Hawila Project» nutzt das Schiff «Hawila» als Kultur- und Bildungsplattform rund um die baltischen und nordeuropäischen Länder. Künstlerische Darbietungen und kulturelle Veranstaltungen sollen dazu «beitragen, das Bewusstsein für die Nachhaltigkeit des Seeverkehrs zu schärfen». Dazu gehören pädagogische Workshops in Partnerschaft mit einer der Freinet-Pädagogik zugewandten Schule. Solche Aktionen werden hauptsächlich durch Mitgliedsbeiträge und einige öffentliche Mittel finanziert. Diese Aktivitäten «haben das Schiff und die Besatzung über fünf Jahre lang erfolgreich am Leben erhalten und genug Ersparnisse für die derzeitige gründliche Renovierung des Schiffes freigesetzt.» Der aufwändige Umbau dient letztlich der Vision der Gemeinschaft um die Hawila.
  • Diese Renovierung, die praktisch einen Neu- und vor allem einen Umbau umfasst, wird von der crowdfinanzierten Genossenschaft «Hawila ApS» organisiert. Fachleute und Freiwillige aus verschiedenen Ländern arbeiten am Schiff. Im Oktober 2025 war die Hälfte des Umbaus erledigt und die Finanzierung zu 55 Prozent gesichert.

Das Schiff Hawila

Die Hawila wurde in den 1930er-Jahren in Norwegen als motorunterstütztes Segelschiff gebaut und transportierte bis in die 60er Jahre Natur-Eis für die Fischerei. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie wegen des Treibstoffmangels zu einem Zweimast-Segelfrachtschiff umgebaut. Mit dem Ende des Eishandels wurde sie in den 70er Jahren zum ersten Mal aufgegeben. Ab 1978 baute eine schwedische unabhängige Schule sie im Rahmen ihres Lehrplans zu einem Segelschulschiff für Schulkinder um.Von 1984 bis 2008 segelten Generationen schwedischer Schulkinder mit der Hawila. Schließlich führte die finanzielle Situation der Schule dazu, dass die Hawila verkauft wurde. Ein neuer Eigentümer behielt sie einige Jahre lang, bevor er sie 2013 in Kastrup aufgab. 2014 wurde sie vom gemeinnützigen Verein Hawila Project gerettet, repariert und für die Küstenschifffahrt restauriert.

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Plan Hawila

Bild: https://www.hawila.org/refit/

Mit einer Länge über alles von 34,9m und einer Breite von 6,3m und 390 Quadratmetern Segelfläche wird sie nach dem Umbau eine Ladekapazität von 60 Tonnen in 95 Kubikmetern Laderaum aufweisen. Die beiden Laderäume sind so konzipiert, dass sie leicht mit je acht Kojen ausgestattet zu Wohnraum werden. Dies ermöglicht die Doppelfunktion als Transport- und als Bildungs-Schiff. Geplant sind Winterfahrten in die Karibik um Waren nach Skandinavien zu holen. Die Bildungsaktivitäten mit bis zu 32 Personen an Bord konzentrieren sich auf den Sommer, wenn man wegen der Hurrikan-Saison besser nicht über den Atlantik segelt.

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Hawila Arbeit

        Auch Spanten und Stringer wurden ersetzt.
Bild: https://www.hawila.org

Der Rumpf wurde neu mit Eiche beplankt. Dabei wurden die Planken mit Dampf biegsam gemacht, mit Metallschrauben in ihre endgültige Form gezwungen und nach dem Erkalten mit Holznägeln an den Spanten befestigt. Da Eiche viel Gerbsäure enthält, welche das Metall angreift, sind Holznägel die dauerhaftere Befestigung. Im März 2025 wurde der erneuerte Rumpf der Hawila erstmals wieder ins Wasser gelassen. Geplant ist, dass die Gaffelketsch den Betrieb als Frachtschiff 2027 aufnehmen soll: «Indem wir nachhaltige Produzenten in der Karibik mit bewussten Verbrauchern in Europa, Skandinavien und dem Baltikum verbinden, stellen wir das letzte fehlende Glied in einer ansonsten bereits nachhaltigen Lieferkette dar.»