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Schifffahrtsindustrie

Frachter emittieren zwar pro Transport weniger CO2 als Flugzeuge, Lastwagen oder die Bahn. Doch belasten sie Ozean und Klima wegen der gigantischen Frachtmengen stark.
 

Seefahrt jenseits jeglicher Romantik

Käse, Uhren, Schokolade – zu diesem Image der Alpenrepublik gesellen sich Pharma, Banken und Rohstoffhandel. Doch gemessen an der von von der Schweiz aus betriebenen Tonnage steht das Binnenland in Europa auf Rang zwei; und weltweit hinter Griechenland, China, Singapur, Japan und Hongkong auf dem sechsten Platz. Die Schweizer Schiffs-Ladekapazität übertrifft gemäss dem Dänischen Reederei-Verband jene von Ländern wie die USA, Deutschland, Grossbritannien oder Frankreich
d.haller

Sicherheit: Der Unterschied zwischen Vorschrift und Praxis

Die von der Internationalen Schifffahrtsorganisation IMO erlassenen Sicherheits-Vorschriften wiegen in gedruckter Form über ein Kilo. Doch auf ein Minimum herunter gesparte Mannschaften sind oft buchstäblich bis zum Umfallen übermüdet. Darunter leiden sowohl der Betrieb als auch die technische Überwachung an Bord. Unentdeckt Defekte können katastrophale Folgen haben. Da nützen noch so detaillierte Vorschriften wenig.
d.haller

Atomschiffe werden das Klima nicht retten

Die Schifffahrtsindustrie steht unter Druck. Auch wenn an Land die fortschreitende Klimakrise wenig Priorität geniesst, verteuern auf See Massnahmen wie das Emissionshandelssystem der EU oder deren Treibstoffvorschriften die Emission von Treibhausgasen. Doch stehen dekarbonisierte Treibstoffe nicht in ausreichender Menge zur Verfügung. So gerät die als ziviler Schiffsantrieb nach wenigen Versuchen at acta gelegte Atomtechnik erneut ins Blickfeld.
d.haller

Ammoniak, das zweifelhafte Versprechen

Ammoniak enthält keinen Kohlenstoff und wird für Schifffahrtsindustrie als alternativer Treibstoff diskutiert. Doch wäre Ammoniak nur dann zu 90 Prozent klimaneutral, falls es aus grünem Wasserstoff hergestellt wird. Doch für dessen Produktion ist nicht genug Ökostrom nicht so schnell wie nötig verfügbar.
Illustration: Chalmers University of Technology/Petra Persson
d.haller