Der Verein und die Genossenschaft, welche das Segelschiff «Hawila» aus den 1930er-Jahren wieder zum Frachter umbaut, beschreiben ihre Motivation:
"Das derzeitige globale Wirtschaftssystem ist nicht nachhaltig und hat bereits katastrophale Schäden für das Klima, die Artenvielfalt, die endlichen Ressourcen und die sozialen Strukturen unserer Gesellschaften verursacht.
Dies sind nur Warnungen vor noch schlimmeren Katastrophen, die bevorstehen, wenn unsere Welt diesen Kurs fortsetzt. Die Schifffahrt ist seit Jahrtausenden die Grundlage des Welthandels und heute der Hauptmotor unseres globalisierten Wirtschaftssystems: Billige, schnelle und stark umweltverschmutzende Schiffe mit enormen Frachtmengen überqueren Tag für Tag die Ozeane, ohne Rücksicht auf die Folgen. Der Seeverkehr ist der Katalysator für einen harten wirtschaftlichen Wettbewerb, in dem Klima, Biodiversität, Bürger- und Arbeitnehmerrechte für kurzfristige Gewinne geopfert werden.
Wir stellen uns eine Zukunft vor,
in der
- unsere Gesellschaft sozial ausgewogener und egalitärer ist und die Grenzen und Beschränkungen unseres Planeten respektiert.
- der Wert von Produkten und deren Transport die vier Dimensionen der Nachhaltigkeit widerspiegelt: ökologisch, ökonomisch, sozial und kulturell.
- Wir sind von einer Haltung „Kauf das Billigste – egal, was die Folgen sind“ zu einer Haltung „Denke global – kaufe lokal“ übergegangen.
- der Seeverkehr eine saubere und umweltfreundliche Brücke zwischen den Gemeinschaften bildet, anstatt ein stark umweltverschmutzendes, ökologisch und sozial zerstörerisches Instrument zur Ausbeutung entlegener Länder zu sein.
- der Seeverkehr langsamer, aber sauberer und ethischer geworden ist.
- die Produktion von Konsumgütern nach den Prinzipien von „Cradle to Cradle“ nachhaltig geworden ist.
- gemeinsames Eigentum echtes Engagement für die Stärkung der Stimme der Menschen fördert und dafür sorgt, dass Monopole nicht toleriert werden."